Ehrenamtskarte endlich umsetzen

Seit Monaten wird in Mecklenburg-Vorpommern über die Einführung einer Ehrenamtskarte diskutiert. Offiziell ist sich die Regierung über die Idee einig und Sozialministerin Stefanie Drese stellte bereits vor Monaten ein Konzept vor. Die Regierung kann sich aber nicht auf Inhalte und Finanzierung der Ehrenamtskarte einigen. Auch die Koordinierung mit lokalen und regionalen Ehrenamtskarten ist weiterhin offen. Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Freie Wähler/BMV, Christel Weißig, kommentiert die Situation mit Unverständnis:


„Ehrenamtskarten gibt es in ganz Deutschland, nur Mecklenburg-Vorpommern kommt hierbei nicht in Tritt. Die Kosten des Projektes scheinen überschaubar und Vorbilder sollte es auch genügend geben. Zwingende Gründe der bundesweiten Entwicklung hinterherzuhinken gibt es also nicht. Die Regierungsmehrheit scheint sich sehr darin zu gefallen, schöne Ankündigungen zu machen und diese dann dem Vergessen Anheimfallen zu lassen. Eine Ehrenamtskarte zu versprechen und sich erst dann mit der vollständigen Finanzierung und Umsetzung zu befassen ist unseriös. Die Ehrenamtler werden durch ein solches Schauspiel auch keine offizielle Wertschätzung erfahren. Es wäre sinnvoll sich an bestehenden Strukturen wie der Ehrenamtsstiftung zu orientieren, statt für viel Geld neue Strukturen zu schaffen. Die Landesregierung soll sich endlich einigen und liefern.“

Redaktioneller Hinweis:

Ostsee-Zeitung vom 13.09.2019; „Ehrenamtskarte für MV droht Flop zu werden“

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