Cannabis-Konsum kann zu psychischen Störungen führen

Immer wieder wird die Legalisierung des Kiffens gefordert. Auf negative Aspekte wird bei jenen Unterstützern nicht eingegangen. Eine Kleine Anfrage der sozialpolitischen Sprecherin der Fraktion Freie Wähler/BMV, Christel Weißig, zeigt, dass der Cannabis-Konsum in Mecklenburg-Vorpommern eine große Zahl an Opfern mit psychischen und Verhaltensstörungen durch Cannabis-Konsum zur Folge hat. Im vergangenen Jahr suchten 1.086 Menschen im Durchschnittsalter von 26 Jahren wegen psychischer und Verhaltensstörungen die Suchtberatungsstellen im Land auf. Unter den Ratsuchenden gaben 485 Menschen an unter weiteren psychischen Problemen zu leiden. Die meisten Konsumenten mit einem schädlich wirkenden Konsum finden sich in Rostock und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gefolgt von ganz Vorpommern.

Neben den Daten über Kunden in der Suchtberatung lieferte die Regierung auch Zahlen über ambulante und stationäre Behandlungen von Cannabis-Konsumenten. Im vergangenen Jahr wurden durchschnittlich 1.761 pro Quartal wegen psychischer und Verhaltensstörungen behandelt. Im Jahr 2016 wurden 430 wegen schädlichen Cannabis-Konsums sogar stationär behandelt. Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Freie Wähler/BMV zeigt sich nicht überrascht:

„Diese Zahlen zeigen eindeutig, dass der Konsum von Cannabis zu psychischen Krankheitsbildern führt. Wie können wir es zulassen, dass besonders die jungen Menschen sich einer unkontrollierbaren Gefahr aussetzen, indem Cannabis legalisiert wird. Der ideologische Eifer der Unterstützer der Legalisierung scheint die wegen Cannabis-Konsum hervorgerufenen Störungen und Krankheiten lediglich als Kollateralschaden ihres rauschorientierten Weltbildes zu verstehen. Das Leid der Süchtigen und Geschädigten wird aufgerechnet mit vermeintlich vermeidbaren Kosten auf der Justizseite. Es ist gut, dass Legalisierungsversuche bisher gescheitert sind.

Es kann nicht hinnehmbar sein, dass wir tatenlos zuschauen, wie Jugendliche sich schädigen. Neben einer erhöhten Strafverfolgung müssen wir mehr Beratungsangebote einrichten und auch endlich einen Sucht- und Drogenbeauftragen etablieren, um das Problem wenigstens zu begrenzen.“

Redaktioneller Hinweis:

http://www.dokumentation.landtag-mv.de/parldok/dokument/44394/cannabis_konsumenten_mit_psychischen_erkrankungen.pdf

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