Pflegenotstand mit ausländischem Personal nicht abwendbar

Der NDR berichtet in einem Online Artikel vom 11.09.2019 darüber, dass mittels einer Verordnung gegen den Pflegenotstand ausgebildete ausländische Pflegekräfte schneller als Hilfskräfte von den Unternehmen eingestellt werden können. Dazu äußert sich die Landtagsabgeordnete der Fraktion Freie Wähler/BMV, Christel Weißig:

„Bereits heute nutzen viele Ärzte die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU, um an deutschen Krankenhäusern zu arbeiten. Diese kommen vorrangig aus Rumänien und Polen. Mittels eines Sprach-Crash-Kurses müssen diese Ärzte dann häufig völlig überfordert ganze Stationen allein leiten. Dies führt zu deutlichen Qualitätseinbußen in der Behandlung der Patienten. Wenn nun ausländisches Pflegepersonal schneller als Hilfskräfte in deutschen Kliniken eingesetzt werden dürfte, läge die Gefahr nahe, dass diese auf Dauer als billige Lückenbüßer benutzt werden und weiterhin an fachlich gut ausgebildetem Personal gespart wird. Dadurch leidet die Qualität der Pflege weiter.

Die Pflege benötigt kein weiteres Hilfspersonal, sondern gut ausgebildete Fachkräfte, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Es muss endlich begriffen werden, dass das Führen eines Krankenhauses mit einem gewinnmaximierenden Streben nicht vereinbar ist.“

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Neue-Verordnung-gegen-Pflegenotstand,landesverordnung104.html

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