Lehrermangel größer als erwartet

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte die Ergebnisse einer Studie über den Bedarf von Grundschullehrern in der Zukunft. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Unterschied zu den Schätzungen der Kultusministerkonferenz (KMK). Während die KMK für das Jahr 2025 einen Mangel von 15.300 Grundschullehrern veranschlagt, sind es bei der Bertelsmann-Studie 26.300 – also 11.000 Lehrer mehr. Ursache dieser Lücke seien eine überraschende Geburtenzunahme. Der bildungspolitische Sprecher und Vorsitzende der Fraktion Freie Wähler/BMV, Bernhard Wildt, sieht Erklärungsbedarf und Handlungsbedarf:

„Zukunftsprognosen sind immer ungenau, aber hier haben wir eine sehr große Lücke. Die Lehrerbedarfsplanung sollte bessere Prognosen erbringen und in Zukunft in kürzeren Abständen erfolgen. Die Landesregierung ist aufgefordert, ihre eigenen Zahlen zu überprüfen und nachzubessern. Es ist bereits jetzt absehbar, dass diese Lücke nicht mit regulär ausgebildeten Lehrern zu schließen sein wird. Die Ausbildung und die Rahmenbedingungen von Seiteneinsteigern müssen verbessert werden. Die Studie bietet bereits sinnvolle Veränderungsbeispiele an.“

Redaktioneller Hinweis:

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2019/september/lehrermangel-in-grundschulen-bis-2030-groesser-als-bislang-erwartet/

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