Kindeswohlgefährdung in Mecklenburg-Vorpommern

Das Bundesamt für Statistik hat neue Daten über Kindeswohlgefährdungen veröffentlicht. Darin wird festgestellt, dass Kinder weiterhin am stärksten in der eigenen Familie betroffen sind. Für M-V wurden 3770 Verdachtsfälle gemeldet, dabei wurde in 663 Fällen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. In mehr als 1600 Fällen wurden in M-V Hilfsmaßnahmen für die Familien eingeleitet. Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Freie Wähler/BMV, Christel Weißig, ist über die Entwicklung entsetzt:

„Es macht mich zutiefst betroffen, dass seit Jahren die Zahl der geschädigten Kinder nach oben geht. Die meisten Opfer sind von Vernachlässigung betroffen. Überforderte Eltern sind nicht per se schlechte Eltern, sondern brauchen Hilfsangebote der Jugendämter.

Der Gesetzgeber hat ein Gewaltverbot in der Erziehung erlassen. Dass Eltern ihre Kinder schlagen, finde ich erschreckend. Dies ist ein nicht hinzunehmender Zustand. In diesen Fällen muss der Staat eingreifen und die Eltern bestrafen. Von Eltern misshandelte Kinder haben nur noch den Staat als Schutzpatron – er muss dann dieser Rolle gerecht und aktiv werden. Kommt der Staat seinen Aufgaben nicht nach, wird er unglaubwürdig.“

Redaktionelle Hinweise:

  1. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Kinderhilfe-Jugendhilfe/Publikationen/_publikationen-innen-kj-gefaehrdung-schutz.html?nn=206104
  2. https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/3770-familien-in-mv-wegen-kindeswohlgefaehrdung-verdachts-ueberprueft

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