Kein legalisiertes Kiffen

Die Linke hat einen Antrag zur Legalisierung des Kiffens in den Landtag eingebracht. Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Freie Wähler/BMV, Christel Weißig, ist strikt gegen die Legalisierung und kommentiert den Antrag:

„Die Fraktion DIE LINKE stellt einen abzulehnenden Antrag. Dieser Antrag ist in sich nicht stimmig. Auf der einen Seite sollen der Besitz und Anbau von Cannabis zum Eigenbedarf legalisiert und vollständig entkriminalisiert werden. Warum aber soll dann noch eine Strafverfolgungsgrenze von 15 Gramm bestehen? Der Verkauf von Cannabis sollte meiner Ansicht nach immer unter Strafe stehen. Dies gilt auch für den Erwerb durch Minderjährige. Ein beschleunigtes Strafverfahren wäre hier sinnvoll, um eine abschreckende Wirkung bei den Jugendlichen zu erzielen. Parallel muss dann die Sucht- und Drogenberatung obligatorisch sein.

Wenn Cannabis so harmlos ist, wie es im Antrag beschrieben ist, warum dann Warnhinweise und Suchtaufklärung? Ich unterstütze mehr Suchtaufklärung. Wenn Jugendliche nicht konsumieren sollen, dann ist auch die Überwachung der Inhaltsstoffe aus Jugendschutzgründen absurd. Die Linke scheint ihren eigenen Worten zu misstrauen. Die Abgabe ausschließlich an Erwachsene ist hier immerhin konsequent.

Vollkommen abwegig ist die Idee, man könnte THC-Werte für den Straßenverkehr festlegen. Erstens sollte man immer ohne Rauschmitteleinfluss fahren. Zweitens weiß bei Alkohol jeder: Ein kleines Bier ist in Ordnung. Den Joint aber stellt sich jeder individuell zusammen und damit wird die Berechnung deutlich schwieriger und wird auf die Selbsteinschätzung reduziert.

Die gesundheitlichen Gefahren des Kiffens werden von der Linken vollständig außer Acht gelassen. So findet es aus ideologischen Gründen keine Erwähnung, dass regelmäßiges Kiffen das Psychose-Risiko dramatisch erhöht und dies in verschiedenen Studien nachgewiesen wurde. Die Kosten werden dann wieder auf die Allgemeinheit abgewälzt.“

Redaktionelle Hinweise:

  1. http://www.dokumentation.landtag-mv.de/parldok/dokument/44461/praevention_und_jugendschutz_staerken_konsum_von_cannabis_legalisieren_
  2. https://www.aerzteblatt.de/archiv/89544/Cannabis-und-Psychose-Kausaler-Zusammenhang-wird-immer-sicherer und_vollstaendig_entkriminalisieren.pdf

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