Abschaffung der Steuerfreiheit bei Veräußerungen von Anteilen an Kapitalgesellschaften durch Kapitalgesellschaften

Die Steuerreform des Jahres 2000 der Rot-Grünen Bundesregierung stellte die Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften durch Kapitalgesellschaften (inländische und ausländische) steuerfrei (§ 8 b Absatz 2 Satz 1 KStG), mit dem Ziel althergebrachte Beteiligungsstrukturen deutscher Unternehmen für die Konkurrenzsituation im internationalen Wettbewerb aufzubrechen sowie die Realisierung von stillen Reserven in Milliardenhöhe anzuregen. Aus heutiger Sicht werden die daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Effekte von Ökonomen und Finanzwissenschaftlern kritisch bewertet. Der Finanzpolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der Fraktion Freie Wähler/BMV Bernhard Wildt erklärt hierzu:

„Das hohe Ausmaß der Steuerausfälle aus dieser Unternehmenssteuerreform war es, dass die Politik in Folge der Reform zu weitgehenden Nachbesserungen veranlasste. Von zahlreichen Finanzwissenschaftlern ist diese Regelung auch als systemwidrig abgelehnt worden, insbesondere in Fällen in denen der Veräußerungsgewinn durch Börsenschwankungen gebildet wurde. Es ist heute an der Zeit eine Debatte darüber zu führen, wie wir Missstände beseitigen und uns für den internationalen Wettbewerb aufstellen wollen.“

Redaktioneller Hinweis:

http://www.dokumentation.landtag-mv.de/parldok/dokument/44445/abschaffung_der_steuerfreiheit_bei_veraeusserungen_von_anteilen_an_kapitalgesellschaften_durch_kapitalgesellschaften_aenderung_8b_absatz_2_satz_1_koer.pdf

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