Verbesserungen bei den Berufsschulen voranbringen

Die Industrie- und Handelskammern im Land stellten jüngst in ihrer veröffentlichten „Azubi-Umfrage“ fest, dass die Zufriedenheit von Unternehmen und Auszubildenden mit den Berufsschulen gering ist. Mängel in der Ausstattung, die räumliche Konzentration der Standorte mit weiten Anfahrtswegen. Aber auch fehlende Ausbildungsgangrichtungen wurden benannt. Der Fraktionsvorsitzende und Bildungspolitische Sprecher der Fraktion Freie Wähler/BMV, Bernhard Wildt, bemängelt seit längerem die Defizite des Berufsschulsystems. „Das Land steht einem massiven Problem gegenüber. Es gibt zu wenig Lehrer und in der Zukunft werden es noch weniger sein, wenn die nächste Pensionierungswelle ansteht“. Doch nicht nur die Personalsituation wird von der Fraktion kritisiert, sondern auch die Verteilung der Standorte im Land. „Mecklenburg-Vorpommern wird seinen eigenen Nachwuchs nur schwer halten können, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen und andere Bundesländern bessere Strukturen anbieten. Zu diesen Strukturen gehört es auch, dass die Jugendlichen nicht ewig lange Fahrzeiten haben. Wo es möglich ist, muss dies vermieden werden. Helfen könnte hier ein Azubi-Ticket, wie wir es fordern. Die Landesregierung kann aber auch durch Hilfen bei der Unterbringung der Auszubildenden zur Verbesserung beitragen.“ Bernhard Wildt betont, dass seine Fraktion sich sehr stark für die duale Berufsausbildung einsetzt: „Die Landesregierung muss endlich handeln und die Grundlagen mit der sachlichen und personellen Ausstattung der Berufsschulstandorte legen. Es sei schon jetzt auf Anträge unserer Fraktion im Herbst verwiesen, mit denen wir die Landesregierung auffordern, eine genauere Bedarfsplanung zu erstellen, die Ausbildungskapazitäten für den Berufsschullehrernachwuchs zu erhöhen sowie die zeitgemäße Ausstattung der Schulen zu sichern, um den Standort Mecklenburg-Vorpommern für die duale Berufsausbildung attraktiver zu machen.“

Redaktioneller Hinweis:

Schweriner Volkszeitung vom 21.08.2019: Keine Bewerbung für jede fünfte Lehrstelle

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