Den ländlichen Raum nicht vernachlässigen

Die Gesundheitsversorgung wird auch in Mecklenburg-Vorpommern unterschiedlich wahrgenommen. Je größer die Städte werden, desto zufriedener werden die Menschen mit der Gesundheitsversorgung. Diese Stadt-Land-Teilung lässt sich vermutlich durch die weiteren Wege zu Ärzten und Krankenhäusern erklären, so eine Studie des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller. Der Vorsitzende der Fraktion Freie Wähler/BMV, Bernhard Wildt, warnt vor einer Vernachlässigung des ländlichen Raumes. „In den ländlichen Räumen leben 60 Prozent der Einwohner dieses Bundeslandes und der Anteil älterer Menschen ist dort auch noch deutlich höher als in den Städten. Die Landbevölkerung darf gerade in der Gesundheitsversorgung nicht schlechter gestellt werden als die Stadtbewohner, sie ist ein wesentlicher Baustein der Grundversorgung der Menschen.“ Bernhard Wildt weist darauf hin, dass in Mecklenburg-Vorpommern die gleichberechtigte Versorgung des ländlichen Raumes immer wieder gefordert wird, aber bisher im Ankündigungsstatus verharrt. „Es ist nicht nur die Gesundheitsversorgung die zurückfällt, sondern auch der Anschluss an die Digitalisierung wird verpasst. Die allgemeine Infrastruktur wird auch vernachlässigt, wie man an Streckenschließungen der Bahn oder schlechten Radwegen sieht. Die Landesregierung ist gefordert endlich einen zusammenhängenden und abgestimmten Plan für die Entwicklung des ländlichen Raumes vorzulegen und umzusetzen“.

Redaktioneller Hinweis

https://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Erhebung-des-Verbands-der-Arzneimittelhersteller-Buerger-in-MV-bewerten-ihre-Gesundheitsversorgung-schlechter-als-Bundesdurchschnitt-id25221577.html

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