Landflucht effektiv bekämpfen für ein besseres Leben auf dem Land

Zur heutigen Fachtagung zur Weiterentwicklung des Maßnahmeplans 2.0 der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention äußert sich die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion der Freie Wähler/BMV, Christel Weißig:

„Es ist festzustellen, dass die Menschen, die auf dem Land wohnen, nach wie vor im erheblichen Maße benachteiligt werden. Dies gilt natürlich umso mehr für Menschen, die eine Behinderung haben und somit weitergehende Unterstützung benötigen. Diese bekommen sie aktuell nicht: Die Infrastruktur wird vernachlässigt, es gibt wenig Ärzte auf dem Land, die Busverbindungen sind miserabel und es gibt kaum Förderung von barrierefreiem Wohnen. Wer auf eine Förderung der Barrierefreiheit angewiesen ist, weil sie oder er beispielsweise eine behindertengerechte Dusche benötigt, muss in die Stadt ziehen.

So unterstützt man behinderte Menschen nicht – im Gegenteil – so verschärft man noch die Landflucht und verschafft sich damit wiederum ein Alibi, die Infrastruktur auf dem Land noch weiter abzubauen und abzuschaffen. Die Städte in unserem Land haben jetzt schon eine äußerst angespannte Wohnungssituation, die durch die mangelnde Unterstützung und Vernachlässigung der infrastrukturellen Ausstattung der Umgebung der Landbevölkerung ebenfalls verschlimmert wird.

Ich fordere daher die Landesregierung auf, eine effektive Bekämpfung der bekannten Probleme auf dem Land, mehr Unterstützung und mehr Förderung behinderter und nicht behinderter Menschen auf dem Land in die Wege zu leiten, damit die Landflucht endlich bekämpft und den Menschen dort ein (behinderten-)gerechtes und lebenswertes Leben ermöglicht werden kann.“

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